Kurz gesagt: Der beste kostenlose Aussichtspunkt in Wien ist der Kahlenberg (484 m), 24 Minuten mit dem Bus 38A ab Heiligenstadt, mit der ganzen Stadt und der Donau unter dir. Die höchste Aussicht bietet der Donauturm, dessen offene Plattform auf 150 m liegt (ab 18 € online). Im Zentrum bringt dich der Südturm des Stephansdoms (343 Stufen, 8 €) direkt über die Altstadt, und das Riesenrad (14,50 €) zeigt dir den klassischen Praterblick aus 64,75 m.
Wir sind Prime Tours, ein Wiener Tourunternehmen in lokalem Besitz, und führen seit 2016 Gäste durch unsere Stadt. Hier sind die Aussichtspunkte, die wir ihnen empfehlen, gratis und bezahlt, mit Höhen, Preisen und Anreise, geprüft für die Saison 2026.
Wiens Aussichtspunkte im Überblick
| Aussichtspunkt | Höhe | Anreise | Preis |
|---|---|---|---|
| Kahlenberg-Terrasse | Hügel, 484 m | Bus 38A ab Heiligenstadt (U4), 24 Minuten | Kostenlos |
| Kirchenterrasse Leopoldsberg | Hügel, 425 m | Bus 38A ab Heiligenstadt, 28 Minuten | Kostenlos |
| Cobenzl | Hügel, 492 m | Bus 38A ab Heiligenstadt, 16 Minuten | Kostenlos |
| Plattform Donauturm | 150 m | U1 Alte Donau, dann 15 bis 20 Minuten zu Fuß | 18 € online, 19,90 € vor Ort |
| Südturm Stephansdom | etwa 67 m, 343 Stufen | U1 oder U3 Stephansplatz | 8 € (Kinder 3 €) |
| Nordturm Stephansdom (Lift) | Turm 68,3 m | U1 oder U3 Stephansplatz | 8 € (Kinder 3 €) |
| Riesenrad | 64,75 m am höchsten Punkt | U1 oder U2 Praterstern | €14.50 |
| Gloriette-Hügel, Schönbrunn | Terrasse über 101 Stufen | U4 Schönbrunn, dann durch den Park | Park gratis; Terrasse im Exclusive-Gardens-Ticket (16 €) |
Kahlenberg: der Lieblingsblick der Wiener
Der Kahlenberg ist 484 m hoch und liegt noch innerhalb der Stadtgrenze, am Rand des Wienerwalds. Die Panoramaterrasse zwischen Café Kahlenberg und Skyline Restaurant blickt über die Skyline, die Donau und das Umland. Sie ist gratis, und viele Einheimische kommen nach Einbruch der Dunkelheit wegen der Lichter herauf.
Die Anreise ist einfach: Der Bus 38A fährt vom Bahnhof Heiligenstadt (U4) über Grinzing zur Haltestelle Kahlenberg, in etwa 24 Minuten. Er fährt mehrmals pro Stunde, am Wochenende und an Feiertagen öfter. Wenn du lieber gehst: Der Stadtwanderweg 1 steigt von der Endstation Nussdorf der Straßenbahnlinie D durch die Weinberge hinauf, je nach Tempo in ein bis zwei Stunden.
Oben steht die Stefaniewarte, ein 22 m hoher Aussichtsturm, 1887 erbaut und benannt nach Kronprinzessin Stefanie, der Frau von Kronprinz Rudolf. Sie ist nur von Mai bis Oktober an Wochenenden und Feiertagen geöffnet. Bis 1629 hieß der Berg Sauberg; um 1700 ging der Name Kahlenberg von seinem Nachbarn auf ihn über.
Tipp vom Guide: Fahr mit dem Bus hinauf, geh durch die Weinberge hinunter nach Nussdorf oder Grinzing und lass den Tag bei einem Heurigen ausklingen. Unser Guide zu den Wiener Heurigen erklärt, wie sie funktionieren.
Leopoldsberg: der ruhigere Zwilling
Der Leopoldsberg (425 m) ragt steil über der Donau auf. Die Terrasse neben der Kirche ist einer der bestgehüteten Geheimtipps der Stadt. An klaren Tagen siehst du bis nach Bratislava, rund 55 km entfernt, und erkennst den Stephansdom, den DC Tower, das Riesenrad und den Millennium Tower.
Der Grundstein der Leopoldskirche wurde 1679 gelegt, und 1814 ließ Fürst Johann I. von Liechtenstein, der die alte Burg gepachtet hatte, an ihrer Nordwestseite eine Aussichtsterrasse errichten. Manche Busse der Linie 38A fahren über den Kahlenberg hinaus bis zur Haltestelle Leopoldsberg, 28 Minuten ab Heiligenstadt. Ein ebener Waldweg verbindet die beiden Berge.
Tipp vom Guide: Die Höhenstraße ist etwa 15 km lang, größtenteils gepflastert und die längste Straße Wiens.
Cobenzl und die anderen Wienerwaldberge
Der Cobenzl (492 m) liegt ein paar Stationen vor dem Kahlenberg an derselben Linie 38A, 16 Minuten ab Heiligenstadt. Dort findest du das Weingut Cobenzl und weite Blicke über die Weinberge, und ein schöner Spazierweg führt durch die Reben hinunter nach Grinzing.
- Hermannskogel (542 m): der höchste Berg Wiens, mit dem Aussichtsturm Habsburgwarte, eröffnet 1889. Nur zu Fuß erreichbar, mit einem steilen letzten Anstieg.
- Bisamberg (358 m): im Norden der Stadt, mit Blick über Wien ohne anstrengenden Aufstieg, nahe den Weinkellern von Stammersdorf.
Donauturm: die höchste Aussicht Wiens
Mit 252 m ist der Donauturm das höchste Bauwerk Österreichs. Er wurde 1964 im Donaupark errichtet. Ein Expresslift bringt dich in etwa 35 Sekunden auf die offene Aussichtsplattform auf 150 m, und eine verglaste Innenterrasse sichert dir die Aussicht bei jedem Wetter. An klaren Tagen reicht die Sicht bis zu 80 km, bis zum Schneeberg und nach Bratislava.
Über der Plattform liegen das Turm Café auf 160 m und das drehende Turm Restaurant auf 170 m, und es gibt eine Rutsche, die auf 165 m startet (5 € pro Fahrt online, mit Eintrittsticket). Ein Ticket für Erwachsene kostet 18 € online und 19,90 € an der Kassa, Kinder von 6 bis 14 Jahren zahlen online 10,80 €. Fahr mit der U1 bis Alte Donau und geh 15 bis 20 Minuten durch den Park, oder mit der U6 bis Neue Donau und etwa 15 Minuten zu Fuß. Der Bus 20A hält saisonal beim Turm.
Tipp vom Guide: Gäste mit Tischreservierung im Turm Restaurant oder für den Brunch bekommen 50 % Ermäßigung auf das Eintrittsticket.
Stephansdom: die Aussicht aus der Mitte
Für die Altstadt von oben steigst du die 343 Stufen des Südturms, des Steffl, hinauf zur Türmerstube, der alten Stube der Turmwächter auf knapp 67 m. Sie ist täglich von 9:00 bis 19:00 Uhr geöffnet (letzter Aufstieg 18:15 Uhr) und kostet 8 € für Erwachsene und 3 € für Kinder von 6 bis 14 Jahren.
Wenn Stiegen nichts für dich sind, fahr mit dem Lift auf den Nordturm, der 68,3 m hoch ist und nie fertiggestellt wurde. Oben stehst du auf einer offenen Plattform neben der Pummerin, der größten Glocke Österreichs. Geöffnet täglich von 9:00 bis 19:00 Uhr (letzte Auffahrt 18:30 Uhr), zum selben Preis. Das All-inclusive-Ticket (29 €) umfasst beide Türme, die Katakomben, einen Audioguide und das Dom Museum.
Unsere Free Walking Tour durch die historische Innenstadt startet ganz in der Nähe und erzählt dir die Geschichten hinter dem Dom.
Riesenrad und Prater
Das Riesenrad im Prater wurde 1897 zum 50. Thronjubiläum von Kaiser Franz Joseph gebaut. Sein höchster Punkt liegt 64,75 m über dem Boden, und eine Fahrt dauert bei gemächlichen 2,7 km/h etwa 12 bis 15 Minuten. Nach einem Brand 1944 wurde es 1947 mit 15 statt 30 Waggons wiedereröffnet, jeder Waggon fasst bis zu 15 Personen. Ein Standardticket kostet 14,50 €, und das Rad dreht sich das ganze Jahr. Fahr mit der U1 oder U2 bis Praterstern.
Das Riesenrad ist auch ein Filmstar: Lies die wahre Geschichte hinter Der dritte Mann, um zu sehen, warum.
Schönbrunn, Dachterrassen und ein Hinweis für den Winter
Die Gloriette krönt den Hügel hinter Schloss Schönbrunn. Der Schlosspark ist gratis und öffnet täglich um 6:30 Uhr (im November und Dezember bis 17:30 Uhr), also kosten der Weg hinauf und der Blick vor der Gloriette nichts. Die Dachterrasse (25 Stufen bis zur Kassa, dann 76 bis nach oben) ist Teil des Exclusive-Gardens-Tickets um 16 €, das nur bis 2. November 2026 gilt. Lust auf einen Guide? Buch unsere private Führung durch Schloss Schönbrunn.
In der Stadt ist Das LOFT im 18. Stock des Hotels SO/ Vienna (Praterstraße 1), entworfen von Jean Nouvel, unsere Lieblingsdachbar für einen Drink mit Blick über die Altstadt. Die Bar hat Montag bis Donnerstag von 16:00 bis 01:00 Uhr, Freitag und Samstag von 16:00 bis 02:00 Uhr und Sonntag von 18:00 bis 01:00 Uhr geöffnet. Die kostenlose MQ Libelle auf dem Dach des Leopold Museums ist im Winter geschlossen; ihre Saison läuft von Mitte April bis Ende Oktober.
Tipp vom Guide: Die Lichter der Stadt gefallen uns von oben am besten kurz nach Sonnenuntergang. Kombiniere einen Aussichtspunkt mit unserer Free Walking Tour durch Wien bei Nacht, oder lass uns mit einer privaten Stadtführung einen Tag nach deinen Wünschen planen. Mehr Ideen findest du in unserem Guide zu Unternehmungen in Wien.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der beste kostenlose Aussichtspunkt in Wien?
Die Terrasse am Kahlenberg auf 484 m, mit dem Bus 38A ab Heiligenstadt in etwa 24 Minuten. Die Kirchenterrasse am Leopoldsberg gleich daneben ist ruhiger und genauso schön. In der Stadt: der Gloriette-Hügel im kostenlosen Schlosspark Schönbrunn.
Was ist höher, der Donauturm oder der Stephansdom?
Der Donauturm. Seine Aussichtsplattform liegt auf 150 m, der Turm ist 252 m hoch und damit das höchste Bauwerk Österreichs. Die Türmerstube im Südturm des Doms liegt auf knapp 67 m, dafür stehst du direkt über der Altstadt.
Wie viele Stufen führen auf den Südturm des Stephansdoms?
343 Stufen führen hinauf zur Türmerstube. Im Südturm gibt es keinen Lift. Wer nicht steigen kann, fährt im Nordturm mit dem Lift hinauf zur Pummerin.
Lohnt sich das Riesenrad für die Aussicht?
Ja, wenn du den klassischen Blick über den Prater und ein Stück Geschichte willst. Eine Fahrt von 12 bis 15 Minuten bringt dich für 14,50 € auf 64,75 m. Für ein weiteres Panorama sieht man vom Donauturm oder vom Kahlenberg viel weiter.
Foto: Alireza Javaheri, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons









