Wien hat viele kulinarische Highlights zu bieten, aber eines gehört fest zum Alltag Wiens und der Wienerinnen und Wiener: der Würstelstand.
Dir sind bestimmt die kleinen Stände aufgefallen, die man an jeder größeren Straßenecke findet. Aber weißt du, worum es dabei geht?
Keine Sorge, wir helfen dir. Hier erfährst du alles, was du über Würstelstände wissen musst.
Kurze Geschichte des Würstelstands
Die ersten Würstelstände entstanden wahrscheinlich in der Nachkriegszeit. Sie wurden von Kriegsveteranen betrieben, die sich so ihren Lebensunterhalt verdienten. Anfangs waren die Stände mobil, anders als die heutigen festen Stände.
Aber Würstelstände waren auch für den Rest der Bevölkerung nützlich, denn sie boten eine günstige Möglichkeit, eine halbwegs warme und anständige Mahlzeit zum Mitnehmen zu bekommen.

Was man isst: Käsekrainer und Bosna
Die zwei Klassiker am Würstelstand sind die Käsekrainer (eine Wurst mit Käsefüllung) oder die sogenannte Bosner (eine besondere Wurst im Brot mit Zwiebeln). Heutzutage bieten Würstelstände viel mehr an, oft auch Bratwurst, Leberkäse und andere Alternativen.
Viele Würstelstände bieten inzwischen auch vegane und vegetarische Alternativen an, was für Veganer und Vegetarier schön ist, aber auch ein netter Versuch, wenn du einfach mal etwas Pflanzliches essen möchtest.
Zu einer Bestellung am Würstelstand gehören üblicherweise die typischen Beilagen: scharfer oder süßer Senf, frisch geriebener Kren, Essiggurkerl, Brot oder Semmeln.
Natürlich darf das passende Getränk nicht fehlen. Würstelstände halten es oft einfach. Es gibt Bier (meist aus der Flasche oder Dose) oder Limonaden.

Warum sind sie so berühmt?
Du fragst dich vielleicht, was diese Würstelstände so besonders macht.
Dafür gibt es mehrere Gründe. Erstens sind sie, wie schon erwähnt, eine Tradition und seit Langem Teil der Stadt. Zweitens sind die Stände schlicht ein Treffpunkt. Arbeiter treffen sich hier in der Mittagspause, egal ob Banker oder Handwerker und Handwerkerinnen. Nachtschwärmer treffen sich hier nachts auf einen Snack nach dem Clubbing. Du kannst mit Menschen ins Gespräch kommen, die du sonst nie treffen würdest, die Vielfalt der Stadt spiegelt sich hier wider.

Treffen wir uns dort!
Der Würstelstand ist für viele Wienerinnen und Wiener eine Institution. Er ist nicht nur ein Ort, um etwas zu essen, sondern auch ein Treffpunkt, ein sozialer Ausgleich und ein Stück Wiener Identität.
Wenn du Wien wie ein Local erleben willst, solltest du unbedingt an einem Würstelstand haltmachen und dich idealerweise mit jemandem unterhalten. Hier sind einige Beispiele für gute Würstelstände.
Guten Appetit!









